| Legasthenie
gibt es in allen Ländern, die ein alphabetisches Schriftsystem
benutzen. Manche Sprachen haben besondere Eigenheiten, die
den Lese- und Schreibanfängern Schwierigkeiten bereiten. Im
Englischen zum Beispiel gibt es Wörter, die gleich ausgesprochen
aber verschieden geschrieben werden. Oft ist es kaum oder
gar nicht möglich, von der Aussprache auf die Schreibweise
oder umgekehrt zu schließen.
Vielleicht bekommen deshalb
in englischsprachigen Ländern besonders viele Schulanfänger
Probleme beim Lesen- und Schreibenlernen. Aber vielleicht
liegt es auch daran, dass in diesen Ländern eine hohe Sensibilität
gegenüber der Legasthenie (oder "dyslexia" wie sie dort heißt)
entstanden ist, denn einen großen Anteil an lese-rechtschreibschwachen
Kindern kann man nicht einfach ignorieren und für dumm oder
faul erklären.
Jedenfalls finden wir heute
in englischsprachigen Ländern die intensivste wissenschaftliche
Auseinandersetzung mit den Teilleistungsstörungen (ca.
80 % der wissenschaftlichen Veröffentlichungen in diesem
Bereich stammen von Forschern aus den USA und Großbritannien),
und auch die am weitesten entwickelten Förder- und Hilfsprogramme
für Legastheniker und Betroffene anderer Teilleistungsstörungen.
Wie man in Neuseeland, Großbritannien,
USA mit von "specific learning disorders" Betroffenen umgeht,
erfahren Sie durch einen Klick auf die Flaggen dieser Länder
rechts.
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