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(= Adaptives Intelligenz Diagnostikum): Im Jahr 2000 Alphabetische
Strategie: Eine Entwicklungsstufe, die jedes Kind beim Schreibenlernen
durchläuft. In diesem Stadium hat das Kind begriffen, dass die einzelnen
Buchstaben bestimmte Laute der Sprache symbolisieren. Es ist in der Lage,
ein Wort in Gedanken in seine Lautbestandteile zu zerlegen und diese einzelnen
Buchstaben zuzuordnen, es kann also "nach dem Hören" schreiben.
Da unsere Schriftsprache nicht lautgetreu ist, ist es nicht möglich,
nach der alphabetischen Strategie alles orthographisch korrekt zu schreiben. Artikulationsstörung: Sprechstörung (z.B. Lispeln, Poltern, Stottern), die die Formung der Sprache und ihrer Lautbestandteile durch die Sprechmotorik erschwert. Artikulationsstörungen können unterschiedliche Ursachen (z.B. Hörstörungen, Fehlbildungen der Sprechorgane, Koordinationsstörungen der Sprechmuskulatur, psychische Ursachen) haben, meist treten sie aber unabhängig von der Sprachentwicklung auf. (—› Sprachentwicklungsstörung) Auditives
Gedächtnis: Die Fähigkeit, durch die Ohren aufge- Auditiv evozierte Potentiale: Durch Hörreize (Töne, Tonfolgen, Geräusche, Sprache) oder verbal gestellte Aufgaben ausgelöste elektrische Spannungs-(Potential-)Änderungen im Gehirn, die eine Aktivität der Nervenzellen in bestimmten Bereichen anzeigen und mit dem EEG gemessen und aufgezeichnet werden können. Auditive
Wahrnehmung (= akustische W.): Gesamtheit der Vorgänge, mit denen
Sinnesreize, die durch das Gehör aufgenom- Aufmerksamkeitsstörung
mit oder ohne Hyperaktivität (ADS/ ADHS):
Nach neueren Erkenntnissen eine Funktionsstörung im Gehirnstoffwechsel,
die die Reizübertragung durch Botenstoffe (Neurotransmitter) betrifft.
Aufmerksamkeitsstörungen führen zu schulischen Lernproblemen
und können auch kombiniert mit Teil- Autoimmunerkrankungen
= Erkrankungen, bei denen der Organismus gegen körpereigene Stoffe Antikörper
bildet (z.B. be- Autosomal-dominanter
Erbgang Die menschlichen Gene (= Vererbungsfaktoren) befinden sich
im Kern jeder Körperzelle in den 46 Chromosomen oder 23 Chromosomenpaaren
(je 1 Chromosom in einem der Paare stammt von der Mutter, das andere vom
Vater). In den 22 Autosomenpaaren gleichen sich die Chromosomen äußerlich,
das 23. Paar besteht aus den Geschlechtschromosomen (XX bei der Frau XY
beim Mann). Bei einem autosomal-dominanten Erbgang befindet sich das Gen
des betreffenden Merkmals auf einem der 22 autosomen Chromosomenpaare
und das Merkmal tritt bereits in Erscheinung, wenn es nur auf dem mütterlichen
oder nur auf dem väterlichen Chromosom vorhanden ist. Basisdiagnostik
für umschriebene Entwicklungsstörungen im Vorschulalter (BUEVA):
Tests zur Erkennung
von Teilleistungs- Berliner Intelligenz-Struktur-Test (BIS-Test), (1997): Neu entwickeltes Intelligenz-Diagnostikum; eine große Vielfalt und Breite von Intelligenzleistungen werden erfasst; Auch Kreativität wird mit einem "Einfalls-Reichtums-Test " mit einbezogen. Bielefelder Screening (BISC) (2002): zur Früherkennung von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten bei Vorschulkindern (Beginn bis Mitte des letzten Vorschuljahres). Das Verfahren konzentriert sich auf die Testung der Phonologischen Bewusstheit, der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses. Aus den Ergebnissen des Tests lassen sich Schlüsse für eine gezielte Vorschul-Förderung ableiten. Bildgebende
Untersuchungsverfahren: Klinische
Untersu- Bildungs-Beratungs-Test (BBT): Gruppentest zur Untersuchung intellektueller Fähigkeiten, die für sprachliche und mathematische Lernprozesse besonders wichtig sind. Der Test wird vor allem von den Beratungslehrern eingesetzt für die Schullaufbahn-Empfehlungen in der Grundschule und Orientierungsstufe (4. bis 6. Klasse). Getestet wird mit Aufgaben im Multiple Choice-Verfahren (Antworten zum Ankreuzen). Blickmotorik:
Alle Bewegungsabläufe
von Muskeln und Muskel- Broca-Zentrum: Motorische Sprachregion im unteren Bereich des Gyrus frontalis inferior der dominanten Hirnhälfte. Begabungs-Test-System
(BTS), (1972): für Kinder ab 7 J 6 Mo bis Erwachsene; 9
Untertests zur Differenzierung zwischen guten und schlechten Schülern;
"sowohl für die Begabten- als auch für die Sonderschul-Auslese".
CFT ("Culture
Fair Intelligence Test"): Computer-Tomographie
CT: Klinische Untersuchungsmethode, bei der der zu untersuchende Körperteil
des Patienten mehrfach von unterschiedlichen Positionen aus von einem
schmalen Röntgen- Chromosomen:
Träger der Erbsubstanz im Zellkern Decodierungs-Prozess:
Vorgang bei der Sprachverarbeitung im Gehirn, bei dem die Schriftzeichen
eines gelesenen Textes den entsprechenden Lauten und gelesene Wörter und
Sätze den ent- Diagnostikum:
Basisfähigkeiten im Zahlenraum 0 - 20 (DBZ 1): Diagnostische Bilderliste (Dummer-Smoch): Screening- (Schnell-) Test, mit dem festgestellt werden kann, ob ein Kind die Zuordnung von Lauten zu Schriftzeichen begriffen hat und beim Schreiben anwenden kann. Diagnostischer
Lesetest zur Frühdiagnose (DLF 1-2): Diagnostischer Rechentest (DRE 3): Screening-Test zur Erfassung der Rechenleistungen im 3. Schuljahr. Diagnostischer
Rechtschreibtest (DRT 1, DRT 2, DRT 3, DRT 3, DRT 4, DRT 5):
Normierte Rechtschreibtests für die Klassen- Dichotisches
Hören: Die Fähigkeit des Gehirns, unterschiedli- Didaktik: Aufbereitung des Lehrstoffs für die Vermittlung an die jeweilige Zielgruppe, z.B. für eine bestimmte Altersgruppe oder einen bestimmten Entwicklungsstand der Schüler. Differenzierungsprobe
nach Breuer und Weuffen: Screening- Diskrepanzkriterium:
Abgrenzungskriterium, mit dessen Hilfe Lese- und Rechtschreibleistungen
eines Kindes nicht nur an den durchschnittlichen Leistungen der Alters
oder Klassennorm, sondern auch am individuellen intellektuellen Potential
des betreffenden Kindes gemessen werden. Danach gelten Kinder mit niedrigen
Intelligenzwerten auch dann nicht als lese-rechtschreibschwach, wenn ihre
Lese- und Rechtschreibleistungen weit unter Durchschnitt sind, während
ein Hochbegabter noch als Legastheniker gilt, wenn seine Lese-Rechtschreibleistungen
im Bereich des Alters- oder Klassen- Dominante Hirnhälfte: Die Gliedmaßen der linken Körperhälfte werden durch die rechte Großhirnhälfte repräsentiert und gesteuert, die der rechten Körperhälfte entsprechend umgekehrt von der linken Großhirnhälfte. Da die meisten Menschen entweder Rechts- oder Linkshänder sind, haben sie eine bevorzugte (dominante) Körper- und entsprechend eine dominante Großhirnhälfte. - Dysgrammatismus:
Störung der Sprachentwicklung, bei der das betroffene Kind auffällige
grammatische Fehler macht, z.B. Fehler im Satzbau, bei der Bildung grammatischer
Wortendungen und im Ge- Eden, Guinevere, Legasthenieforscherin am Georgetown University Medical Center, EEG: Elektro-Enzephalographie,
Elektro-Enzephalogramm: Verfahren zur Messung der "Hirnströme", d.h.
der durch die Aktivität vieler Nervenzellen im Gehirn hervorgerufenen
Spannungs- (Potenti- Emotionale Funktionen des zentralen Nervensystems: Leistungen des Gehirns, die mit der gefühlsmäßigen Verarbeitung von Sinnesreizen und anderen Wahrnehmungen zu tun haben. Encodierungs-Prozess: Vorgang bei der Sprachverarbeitung im Gehirn, bei dem gehörte Sprache in ihre Lautbestandteile (Phoneme) zerlegt und diese einzelnen Laute den entsprechenden Schriftzeichen zugeordnet werden. Ohne erfolgreiches Encodieren ist Schreiben nicht möglich. Ergotherapie:
Heilverfahren zur gezielten Behandlung grobmo- Feinmotorik:
Kontrolle und Koordination der Muskulatur der Hän- fMRT
funktionelle MRT: Verfahren der —› Magnetresonanz-Tomographie,
bei dem durch die Aufnahme zahlreicher Bilder in kurzen Zeitabständen
ein Körperorgan in Funktion wie in einem Film abgebildet werden kann.
Da die MRT vor allem die Verteilung an Wasser(stoff) in einem Organ gut
abbildet, registriert das Verfahren jede Blutzufuhr in Teilbereichen z.B
des Gehirns. Da Stoffwechsel- Funktionaler
Analphabetismus: Die fehlende oder sehr man- Galaburda, Albert: Neurologe am Children's Hospital, Boston, MA/USA; Legasthenie-Forscher. Gauss'sche
Normalverteilung: Eine nach dem Mathematiker Carl Friedrich Gauß
(1777-1855) benannte Kurve ("Glockenkurve"), die die Streuung
statistischer Werte wiedergibt. (—› Intelligenz- Gen: Ein
kleiner Teil der Erbsubstanz (DNA /Desoxyribonuklein- Genort:
Da die Gene (Vererbungsfaktoren) stofflicher Natur sind, hat jedes Gen
seinen ganz bestimmten Platz auf einem der 46 menschlichen Chromosomen
im Zellkern.. Die Gene sind auf den Chromosomen der Reihe nach angeordnet
und können dort durch molekulargenetische Methoden identifiziert werden.
Wenn man den Genort von vielen Genen kennt, kann man eine Genkarte des
Chro- Gehirn:
Unser Gehirn bildet zusammen mit dem Rückenmark das Zentrale
Nervensystem, die Steuer- und Koordinationszentrale für alle Vorgänge
in unserem Körper. Das Gehirn besteht aus dem entwick- Geschlechtsgebundener
Erbgang: Die menschlichen Gene (= Vererbungsfaktoren)
befinden sich im Kern jeder Körperzelle in den 46 Chromosomen oder 23
Chromosomenpaaren (je 1 Chromosom in einem der Paare stammt von der Mutter,
das andere vom Vater). In den 22 Autosomenpaaren gleichen sich die Chromosomen
äußerlich, das 23. Paar besteht aus den Geschlechtschromosomen (XX bei
der Frau XY beim Mann). Bei einem geschlechtsgebundenen Erbgang befindet
sich das Gen eines untersuchten Merkmals auf einem der Geschlechtschromosomen
(in der Regel dem X-Chromosom) und kann von der Mutter an Töchter und
Söhne und vom Vater an Töchter vererbt werden. Bei dominanter Vererbung
tritt das Merkmal bei allen auf, die das Gen von Mutter oder Vater geerbt
haben. Bei rezessivem Erbgang sind alle Jungen betroffen, die das Gen
auf ihrem X-Chro- Gleichgewichts-Wahrnehmung:
Das Gleichgewichts-Organ (Bogengänge in der Nachbarschaft
des Innenohrs) registriert per- Graphem: Die kleinste Einheit der geschriebenen Sprache: Schriftzeichen Grobmotorik:
Kontrolle und Koordination der Körper-Muskulatur, die an den
Bewegungsabläufen beim Gehen, Rennen, sportlichen Aktivitäten
(auch Körperkontrolle, Gleichgewicht-Halten, Ball fangen oder treffen
etc.) beteiligt ist. Hamburger
Lesetest (HAMLET 3-4): Lese-Verständnis-Test für das 3.
/4. Schuljahr; besteht aus einem Worttest (40 Wort-Zuord- Hamburger Schreibprobe: Rechtschreibtest für Mitte 1. bis Ende 9. Klasse, alle Schulformen; Gruppen- und Einzeltest. Erfasst wird die Zahl richtig geschriebener Schriftzeichen und Wörter, Betrachtung richtig und falsch ange-wandter Rechtschreib-Strategien. Hamburger Schulleistungstest (HST 4-5): für Kinder Ende 4. /Anfang 5. Klasse; Neubearbeitung des Kombinierten Schultests für 4./5. Schuljahr. In 14 Untertests werden erfasst: Sprachverständnis, Leseverständnis, Rechtschreibung, Informations-Entnahme aus Karten, Tabellen, Diagrammen, Mathematik. Hamburg-Wechsler-Intelligenztest
für Kinder III (HAWIK III): Hannover-Wechsler-Intelligenztest für das Vorschulalter (HAWIVA III): für Kinder von 2 J 6 Mo bis 7 J 3 Mo Handlungskompetenz:
Die Fähigkeit, in Entscheidungssitua- Heidelberger
Intelligenztest (HIT 1-2) / (HIT 3-4): Verfahren für Einzel-
und Gruppentestung von Kindern im 1. u. 2. Schuljahr / 3. /4. Schuljahr;
Überblick für Lehrer über kognitive und kreative Leistungs- Heidelberger
Sprachentwicklungstest (HSET): für Kinder von 3 - 9 Jahren;
In insgesamt 13 Testblöcken werden die unterschied- Hinterhauptslappen (»Gehirn) Hörzentrum: (»primäres H.), (»sekundäres H.) Hyperaktive Aufmerksamkeitsstörung (ADHD): (»Aufmerksamkeitsstörung (ADH) Hypothese:
wissenschaftlich formulierte Vermutung. Vor jedem wissenschaftlichen
Forschungsvorhaben stellt der Untersucher eine oder mehrere Hypothesen
auf, die die Untersuchung bestätigen oder widerlegen soll. Der Untersucher,
der das Forschungsvorhaben plant, muss seine Untersuchungsmethoden so
wählen, dass die Ergebnisse eine Aussage über die Richtigkeit
der Hypothese(n) erlauben. Insel (»Gehirn) Intellektuelle
Begabung: Bezeichnet den Anteil menschlicher Begabungen, den ein Intelligenz-Test
misst; dazu gehören sprachliche Fähigkeiten, logisches und mathematisches
Denken, das verbale und nicht verbale Abstraktionsvermögen, das Erkennen
von regelhaften Strukturen und "Mustern", das räumliche
Vorstellungsvermögen und einige andere Funktionen. Die Grenzziehung
zu anderen Begabungs- Intelligenzprofil: Ein Intelligenztest besteht in der Regel aus einer Reihe von Untertests, mit denen unterschiedliche Teilbereiche der intellektuellen Begabung separat erfasst werden. Die Zahlenwerte der Ergebnisse dieser Untertests lassen sich als Intelligenzprofil in einer Kurve aufzeichnen. Intelligenzquotient
IQ: Ein Zahlenwert, mit dem der Durch- Intelligenz-Struktur-Test (I-S-T-2000 R): Test zur Intelligenz- Diagnostik für Jugendliche und Erwachsene. Weiterentwickelte und Neu-normierte Version des I-S-T-70. Die 2000- R Version erfasst in 11 Untertests unterschiedliche kognitive Fähigkeiten. Intelligenztest:
Ein Verfahren, mit dem die kognitiven (=Verstan- Interaktion
der Reizverarbeitungssysteme: Das Gehirn hat mehrere Reizverarbeitungssysteme
(z.B. das auditive und das visu- Internationale
Klassifikation der Psychischen und Verhal- Kaufmann Assessment Battery for Children (Deutsche Version) ((K-ABC) (2001): für Kinder von 2 J 6 Mo bis 12 J 5 Mo. Grundlage dieses Intelligenz-Tests ist die Definition der Intelligenz als Fähigkeit, Probleme durch geistige Verarbeitung zu lösen. Es steht daher nicht so sehr die Lösung der Test-Aufgaben im Vordergrund, sondern der Prozess der Lösungsfindung. Der Test unterscheidet intellektuelle (vorhandene) Fähigkeiten und (erworbene) Fertigkeiten und unterscheidet "einzelheitliches Denken" und "ganzheitliches Denken". Kinästhetisches Gedächtnis: Die Fähigkeit, Bewegungsabläufe und das Muster der dafür nötigen Muskelaktionen sozusagen als "Makro" im Gehirn abzuspeichern und bei Bedarf wieder aufzurufen; z.B. den Bewegungsablauf der Schreibhand bei der Schreibung einzelner Schriftzeichen, bestimmter Schriftzeichenfolgen oder auch ganzer Wörter. Kinästhetische
Wahrnehmung: (=Bewegungswahrnehmung). Kognitive
Funktionen des zentralen Nervensystems: Leistungen des Gehirns, die
mit der verstandesmäßigen Verarbei- Kognitiver
Fähigkeitstest (KFT-K/ Kindergarten-Version), (KFT 1-3 /Klasse 1-3)
(KFT 4-12 + R / Klassen 4-12): Kombinierter
Lern- und Intelligenztest (KLI 4-5): Gruppentest zur Schullaufbahnberatung. Lautanalyse:
Das Zerlegen eines gehörten oder in Gedanken vorgestellten Wortes
in seine Lautbestandteile. Die Fähigkeit zur Lautanalyse gilt als
ein Haupt-Kennzeichen der Phonologischen Bewusstheit
und als wichtige Voraussetzung für ein komplikations- Laut-Differenzierung:
Die Fähigkeit, unterschiedliche gehörte (Sprach-)Laute
voneinander unterscheiden zu können. Ein Sprachlaut besteht in der
Regel aus mehreren Tönen, die einander auf be- Lesefähigkeit:
Die Fähigkeit, geschriebene Texte zu erfassen, in den richtigen
Worten wiederzugeben und den Inhalt richtig zu inter- Lesezentrum:
Auf dem Planum parietale und dem
angrenzenden Gyrus angularis (= bogenförmige Windung) der Großhirnrinde
gele- Linguistik:
Zweig der Sprachwissenschaft. Gegenstand der Linguistik ist die Erforschung
der Sprachstruktur von den kleinsten Einheiten der Laut- und Schriftsprache
(Phoneme und Grapheme), bis
zu den übergeordneten formalen (grammatischen) und inhaltlichen (semantischen)
Strukturen. Magnetresonanztomographie
(= MRT, = Kernspintomogra-phie): Klinische Untersuchungsmethode, mit
der innere Körperorgane ohne Strahlenbelastung abgebildet werden können.
Atomkerne mit ungerader Ordnungszahl (im Körper ist das vor allem das
Wasser- Magnozelluläres
(M) System: Umschaltstation der visuellen Reizverarbeitung im Thalamus,
dient zur Verarbeitung schneller, bewegter, kontrastarmer Reize, die von
Sehzellen in den Randbe- Methodik
des Unterrichts: Einsatz unterschiedlicher Mittel, um Lehrinhalte
an die Zielgruppe (Schüler) zu vermitteln. Zur Methodik gehören
die verschiedenen Unterrichtsformen vom lehrerzentrierten Frontalunterricht
bis zum Schülerexperiment und zum selbstorga- Mineralstoffmangel:
Der Mangel an bestimmten, lebensnotwen- Molekulargenetik:
Fachgebiet der Genetik (Vererbungslehre), das die Zusammenhänge
zwischen der molekularen Struktur einzel- Motorik: alle Vorgänge im Körper, die etwas mit Bewegung zu tun haben und durch Muskeln ausgeführt werden, insbesondere die —› Grobmotorik und die —› Feinmotorik. Motorisches Sprachzentrum (»Broca-Zentrum) Morphem: Die kleinste Einheit der (geschriebenen) Sprache, die noch einen Sinn trägt, in unserer Schriftsprache z.B. Wortstamm, Vorsilben, Nachsilben Motorische
Koordination: Das Zusammenspiel unterschiedlicher Muskeln und Muskelgruppen,
das für einen ganz bestimmten Bewe- Neurologische
Funktionen (EEG): Der geordnete zeitliche und räumliche Ablauf
der Aktivität der verschiedenen Hirnzentren bei Tätigkeiten,
Wahrnehmungen, oder Stoffwechselvorgängen, die vom zentralen Nervensystem
gesteuert oder verarbeitet werden. Orthographie = Rechtschreibung Orthographische Fähigkeiten: (= Rechtschreib-Fähigkeit) Orthographische
Strategie: Das Schreiben (ohne Vorlage) erfolgt nach unterschiedlichen
Strategien, die das Schulkind nach- Parvozelluläres
(P) System: Umschaltstation der visuellen Reizverarbeitung im Thalamus;
dient zur Verarbeitung von unbe- PET =
Positronen-Emissions-Tomographie/ SPECT = Single-Photon-Emissions-Computertomographie:
Klinisches Unter- Phonem: Die kleinste Einheit der gehörten Sprache: Laut Phonologische
Bewusstheit: Die Fähigkeit, gehörte Sprache in ihre rhythmischen (Silben)
und Lautbestandteile zu zerlegen. Dazu rechnet man auch die Fähigkeit,
einen bestimmten Laut in einem Wort "herauszuhören", ähnlich klingende
Laute unterscheiden zu können, Reime zu erkennen, den Sprechrhythmus eines
Wortes oder Satzes (betonte, unbetonte Silben, lange, kurze Vokale) zu
erkennen. Eine ausreichend entwickelte phonologische Bewusstheit hat man
als wesentliche Voraussetzung für ein erfolgreiches Lesen- und Schrei- Phonologisches
Arbeitsgedächtnis: Das Arbeitsgedächtnis hat im Gehirn die
Funktion des Arbeitsspeichers in Ihrem Computer. Es dient dazu, Informationen
während der Verarbeitung präsent zu halten. Das Arbeitsgedächtnis
ist z.B. wichtig für das Verstehen eines gehörten oder gelesenen
Textes. Wenn es unzureichend funktioniert, hat der Leser/Hörer den
Anfang eines Satzes schon wieder verges- Phonologisches
Kodieren und Dekodieren: Beim Lesen und beim Schreiben (ohne Vorlage)
muss das Gehirn "Übersetzungs- PISA-Studie
(= Programme for International Student
Assessment): Planum
Parietale (="seitliche Fläche"): Region auf dem Scheitel- Planum
temporale: Region auf dem Schläfenlappen der Groß- Primäres Hörzentrum = akustisches Wahrnehmungsfeld in der Rinde des vorderen Gyrus temporalis transversus (= Vordere Querwindung der beiden Schläfenlappen = Heschl-Querwindung): Zerstörung führt zur "Rindentaubheit", d.h. Gehörtes wird nicht mehr wahrgenommen. Primäres
Sehzentrum: Bereich der Großhirnrinde auf dem Hinterhauptslappen,
in dem visuell aufgenommene Reize wahrge- Protein:
Proteine (Eiweißstoffe) erfüllen im Stoffwechsel ganz unterschiedliche
Aufgaben. Zu den wichtigsten gehört dabei die Funktion der Enzyme.
Dies sind Proteine, die biochemische Stoff- Prozentrang:
Ein Zahlenwert, der angibt, wie eine bestimmte, durch Test ermittelte
Leistung sich zur durchschnittlichen Leistung der Alters- oder Klassenstufe
verhält. Eine Rechtschreibleistung von Prozentrang 50 bedeutet:
50 Prozent der Alters-/Klassenstufege- Psychische
Beeinträchtigung: Erfahrungen, die ein Mensch als belastend
erlebt, können vorübergehende oder - bei besonderer Schwere
oder langer Dauer der Belastung - dauerhafte Störungen der seelischen
Gesundheit zur Folge haben. So kann die jahrelange Erfahrung, Versager
im Lesen und Schreiben zu sein, eine dauerhafte Schwächung des Selbstwertgefühls
zur Folge haben, die wiederum andere psychische Störungen (z.B. Depressionen,
Anfälligkeit für Suchtkrankheiten) begünstigt.
Raum-Lage-Wahrnehmung: Das "Gefühl" für oben / unten / rechts / links / vorn / hinten, für die Größe und Position des eigenen Körpers und seiner Gliedmaßen im Raum. Menschen mit einer schlechten Raumlage-Wahrnehmung verwechseln nicht nur spontan rechts und links, oben und unten, sondern haben oft auch Probleme, sich geschickt zu bewegen: Sie stoßen gegen den Tisch, werfen (unabsichtlich) Dinge um, haben Schwierigkeiten, die Körperbalance zu halten beim Fahrradfahren, Rollschuhlaufen etc. Rechtschreibfähigkeit: Die ausreichende Beherrschung der verschiedenen Strategien, mit deren Hilfe die richtige Schreibung von Texten (ohne Vorlage) gelingt. (—› alphabetische Strategie, —› orthographische Strategie, —› Abspeicherung von Wortbildern, —› Abspeicherung von Schriftzeichenfolgen). Richtungshören:
Die Fähigkeit des Gehirns, aus dem Zeitun- Sakkaden:
Beim Lesen tasten die Augen einen Text nicht in einer gleichmäßigen,
sondern in einer sprunghaften Bewegung ab. Ein Textbereich wird für
kurze Zeit fixiert, dann springt der Blick zum nächsten Textbereich
usw. Diese Blicksprünge heißen Sakkaden. Bei Legasthenikern,
aber auch bei nicht-legasthenen Leseanfängern hat man beobachtet,
dass die Sakkaden in sehr ungleichmäßigen Zeit- Salzburger
Lese- und Rechtschreibtest (SLRT)(1997): Ver- Scheitellappen (»Gehirn) Schläfenlappen (»Gehirn) Segregationsanalyse
: Ein Untersuchungsverfahren der Genetik (=Vererbungslehre), in dem
das Auftreten bestimmter erblicher Merkmale in einer Reihe von Familien
über mehrere Generationen verfolgt wird. Untersucht wird dabei, welche
Merkmale häufig zusam- Sekundäres
Hörzentrum = Akustisches Erinnerungsfeld beid- Selbstwertgefühl
(Selbsteinschätzung, Selbstkonzept): Die Bewertung, die ein Mensch
seiner eigenen Person und seiner eige- Semantik:
Lehre von der Bedeutung und den inhaltlichen Zusam- Sensorische
Ingegration: Die Gesamtheit der Wahrnehmungs- Sensorisches Sprachzentrum »Wernicke-Zentrum: Serielles
Kurzzeitgedächtnis: Die Merkfähigkeit für die Reihen- Soziale
Beeinträchtigung (soziale Behinderung): Die man- Soziale
Rückkopplung: bezeichnet einen Vorgang, bei dem die Folge
eines Verhaltens (die Reaktion der sozialen Umgebung auf das Verhalten)
zurückwirkt auf das Verhalten selbst und dieses etwa unbeabsichtigt
verstärkt. z.B. wenn ein Kind wegen der Fehler in seinen schriftlichen
Arbeiten immer wieder Tadel erfährt und darauf- Sozialisationsbedingungen:
Sämtliche äußeren Faktoren, die die Entwicklung
von Kindern günstig oder ungünstig beeinflussen können, zum Beispiel das
Erziehungsverhalten und das Bildungs- Sprachentwicklungsstörung:
Die Sprachentwicklung beim Kind durchläuft verschiedene
Phasen, von denen jede für ein bestimmtes Lebensalter typisch ist.
Für ein siebenmonatiges Baby z.B. enspricht die Lall-Sprache ("dadada",
"gagaga") einer normalen, altersgemä- Sprachhistorische
Betrachtung: Jede Sprache unterliegt historischen Veränderungen
in der Bedeutung, Aussprache und Schreibung von Wörtern, in Satzbau
und Grammatik. Manche Beson- Sprachverarbeitung:
Die Wahrnehmungsverarbeitung sprach- Sprechmotorik: Die Gesamtheit der Muskelgruppen und deren Koordination, die für einen ungestörten Sprechvorgang notwendig ist. Stirnlappen
(»Gehirn) Symbol:
Ein Symbol ist etwas, das eine Sache vertritt, die Be- Thalamus:
ein Teil des Zwischenhirns, das wichtige Steuerungs- Ton:
Ein akustisches Ereignis, das physikalisch durch eine reine Sinusschwingung
eines Tonerzeugers (z.B. einer Saite oder der Luftsäule in einer
Flöte) ausgelöst wird. Die Klangfarben unterschied- Übergeneralisierung: Die Anwendung einer Regel auch auf Bereiche, wo diese Regel nicht gilt. Untertest
(Intelligenztest): Jeder Intelligenztest
versucht, unter- Vellutino, Frank A.: Legasthenie-Forscher am Department für Psychologie der Universität Albany /NY, USA Visuelle
Fähigkeiten und Kreativität: Die Fähigkeit, durch die
Augen Strukturen spontan zu erfassen und richtig zu interpretieren. Dazu
gehört z.B. das Erkennen von Mustern (wiederkehrenden oder irgendwie
gespiegelten oder durch Drehung in Fläche oder Raum veränderten
Elementen), das Erkennen und Zuordnen von Formen (z.B. von Puzzleteilen),
das Zuordnen von Form und Bedeutung (z.B. Lesen einer Landkarte, einer
technischen Zeichnung, eines Dia- Visuelles
Gedächtnis: Die Fähigkeit, durch die Augen aufge- Visuell
evozierte Potentiale. Durch Lichtreize oder auch durch visuell gestellte
Aufgaben ausgelöste elektrische Spannungs-(Po- Visuelle
Wahrnehmung: Gesamtheit der Vorgänge, mit denen Sinnesreize, die durch
die Augen aufgenommen worden sind, im zentralen Nervensystem an verschiedene
Zentren weitergeleitet, registriert, mit Nervenreizen aus anderen Sinnesorganen
oder anderen Teilen des Gehirns verknüpft und auf unterschiedliche Weise
abgespeichert werden. Wahrnehmung (» visuelle W., » auditive W. ) Wahrnehmungsverarbeitung:
Die gesamten Vorgänge der Registrierung, Verarbeitung, Speicherung
und Koordination von Sinneseindrücken im zentralen Nervensystem.
Dazu gehören z.B. beim Sehen eines Bildes die Wahrnehmung von Einzelheiten
und des Gesamteindruckes, die Zuordnung von Bedeutungen, die Assoziation
von anderen Sinneseindrücken (z.B. Klängen, Gerüchen) und
von Erinnerungen (z.B. an Ereignisse), die Einfärbung des Gesehenen
mit bestimmten Gefühlen, und die komplexe Interpretation mit Hilfe
des Denkvermögens (z.B. übertragene Bedeutungen, Symbolgehalt),
Schließlich gehört dazu die Abspeicherung im Kurz- und im Lang- Wernicke-Zentrum:
(=sensorisches Sprachzentrum): im hinteren Bereich
des Gyrus temporalis superior (= obere Windung des Schläfenlappens) der
dominanten (bei Rechtshändern in der linken, bei Linkshändern in der rechten)
Hirnhälfte gelegenes Zentrum der Sprach-Erinnerung = das "Tonarchiv im
Kopf"; bei Schädigung des sensorischen Sprachzentrums (vor Abschluss des
Sprechen- Westermann Rechtschreibtest (WRT 4-5, WRT 6+): Test zur Erfassung von Stärken und Schwächen der Rechtschreibleistung im Klassenverband (Klassen 4-5 bzw. 6-7). Zur Einstufung von Schülern in Förderkurse und zur Differenzierung im Unterricht. Wortbild:
Ein (geschriebenes) Wort kann man sich auf unter- Wortstamm:
Der Stamm eines Wortes trägt seine Grundbe- Würzburger
Leise-Leseprobe (WLLP), (1998): zur Erfassung der Leseleistung
im Grundschulalter. Gruppentest. Gemessen wird die Lesegeschwindigkeit.
Geschriebenen Wörtern muss das richtige von jeweils 4 Bildern zugeordnet
werden. Zareki
(2001):Testverfahren zur Diagnose von Rechenschwäche (Dyskalkulie).
Die Besonderheit dieses neuen Testverfahrens liegt in ihrem theoretischen
Konzept, das Bezug nimmt auf das "Triple-Code- Zentrale
Fehlhörigkeit: bezeichnet (nach G. Esser und Mitar- Zentrale Sprachstörung = Störung des Sprechenlernens trotz normalen Hörvermögens, normaler Hörwahrnehmung und normaler Intelligenz. Zürcher Lesetest (ZLT): für die 2. bis 6. Klasse. Diagnostisches Verfahren zur differenzierten Erfassung verschiedener Komponenten der Lesefähigkeit (Leseflüssigkeit, Lese-Genauigkeit, Analyse des Lese-Verhaltens). Einzeltest zur Erfassung legasthener Kinder. Zürcher
Lese-Verständnistest (ZLVT 4-6): Zusatztest zum ZLT, in
dem mit Bilder-Auswahl-Aufgaben und verbalen MultipleChoice- (=Antwort-Ankreuz-)
Aufgaben das Lese-Verständnis getestet wird. |